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Neues Ridil-Album: Kammermusik Vol. 3

Der 1943 in Breslau geborene deutsche Komponist, Chorleiter und Musikwissenschaftler Christian Ridil wird hier primär mit Kammermusik für Bläser vorgestellt, wobei auch das Klavier und Streichinstrumente ihren Platz finden.

Beim Holzbläserquartett „Kommunikationen“ geht es dem Werktitel nach um Verständigung oder auch Verbindung. Die Instrumente Flöte, Oboe, Klarinette in B und Fagott versuchen auf unterschiedliche Weise zu kommunizieren. Ein Konsens lässt sich dabei nicht immer auf Anhieb erzielen; es gibt auch Spannungen. Doch meist herrscht ein harmonischer Grundton.

Das Septett „Lachen und Weinen zu jeglicher Stunde“ weist im Untertitel auf das bekannte Schubert-Lied (D 777) hin, das lediglich im letzten Satz verfremdet zitiert wird. Die formale Zerrissenheit des Stückes erklärt sich aus einer persönlichen Lebenssituation.

Auch bei drei Personen herrscht nicht immer eitel Freude. Flöte, Klarinette in B und Horn in F vermitteln einträchtige Passagen ebenso wie Eruptionen mit messerscharfen und rhythmisch komplexen Einschüben.

„Mobile musicale“ für zwei Oboen und Fagott nimmt die vor allem in Kinderzimmern hängenden Mobiles, also die zerbrechlichen, beweglichen Hängestrukturen, zum Ausgangspunkt.

In „Cadenza senza Concerto“ hat Ridil Raum für die Virtuosität und oft auch die Eitelkeit eines Solisten geschaffen – hier eines Bratschisten. Dabei hat er zwar melodieartige Elemente verwendet, aber das eigentliche Konzert weggelassen. Das reicht bis zum Ende dieser Cadenza, an dem man den Eindruck gewinnt, der Solist möchte sein Spiel unendlich verlängern und nicht zum Konzert zurückführen.

Das Sextett „Aspra“, dessen Titel ein Kunstwort aus „aspera“ und „astra“ ist, lässt die Absicht erkennen, Konflikte zu lösen, und zeigt widersprüchliche Bewegungen, bei denen sich Höhen und Tiefen gegenüberstehen. Hier agieren Bläser, Streicher und das Klavier gemeinsam.


 

Ridil-Album: Werke für Frauen- und Kinderchor und Sololieder

In der Reihe von Produktionen, die der Komponist Christian Ridil bei GENUIN herausbringt, setzt er in der Zusammenarbeit mit dem Vokalconsort des Berliner Mädchenchors und dem Südwestpfälzer Kinderchor einen weiteren Meilenstein. Seine abwechslungsreiche Auswahl umfasst diesmal Werke für Frauen- und Kinderchor sowie Sololieder, allesamt hier erstmals eingesungen. Die hohe Qualität der Ensembles und Solist:innen bringt die klangliche Vielfalt von Ridils Musik auf eindrucksvolle Weise zum Leuchten: Von volkstümlich inspiriertem Gesang bis zu avancierter, zeitgenössischer Tonsprache reicht das Spektrum – eine Entdeckungsreise, die sich absolut lohnt!

Weitere Infos und Hörproben hier bei GENUIN.

Vokalconsort des Berliner Mädchenchores Kammerchor
Sabine Wüsthoff: Dirigentin
Jacobus Gladziwa: Orgel
Melinda Paulsen: Mezzosopran
Andreas Frese: Klavier
Matthias Badczong: Klarinette
Südwestpfälzer Kinderchor (Münchweiler/Rodalb)
Christoph Haßler: Dirigent
Justine Eckhaut: Klavier


 

Ridil-Album: Music for Orchestra

GENUIN veröffentlicht bereits das vierte Album mit Werken des außergewöhnlichen Komponisten Christian Ridil: Music for Orchestra. Dieses Mal handelt es sich um Aufnahmen, die anlässlich seines 80. Geburtstags im Jahr 2023 entstanden sind. Das Leipziger Symphonieorchester, unter der Leitung seines Chefdirigenten Robbert van Steijn, hat ausschließlich Ersteinspielungen von Orchesterwerken Ridils aufgenommen. Die FAZ lobte Ridils Musik einst als „rhythmisch raffiniert, handwerklich und formal perfekt“. Diese Qualitäten finden sich auch im Flötenkonzert „Les jardins de Pan“, der 1. Sinfonie und dem Fagottkonzert „Brahms en France“ – zeitgenössische Musik, die nach mehr verlangt!

Weitere Infos und Hörproben hier bei GENUIN.


 

Ridils „Les Jardins de Pan“: Besprechung in Flöte aktuell

In der Ausgabe 2/2022 von Flöte aktuell, Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Flöte e.V., stellt Jens Josef das Flötenkonzert Les Jardins de Pan von Christian Ridil vor. Les Jardins de Pan ist hier auf der Webseite anzusehen und steht auch zum kostenlosen Download zur Verfügung.

 


Ridils „Chamber Music“: Rezension in Das Orchester

Ridil in der FAZ

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat einen interessanten Artikel über Christian Ridil geschrieben. Hier der Link zum Artikel:

Vorliebe für den grotesken Ton