(SW 1079)
Small Talk for Flutes
für neun Flöten
Neun Flöten, die erste davon eine Piccoloflöte: Das ist gewiss eine ungewöhnliche Besetzung. Auf Anregung von Ruth Wentorf, Präsidentin des Deutschen Flötenvereins, entstand dieses Werk, dessen erste Aufführungen im Rahmen des Internationalen Flötenfestivals 2026 im chinesischen Guangzhou und an der Folkwang-Schule in Essen stattfanden. Es wurde in internationaler Besetzung mit Erfolg vor großem, ebenfalls internationalem Publikum gespielt.
Das etwa fünfminütige Stück ist aus kleinsten motivisch-thematischen Keimzellen entwickelt – ein Gestaltungsprinzip, das sich auch im Titel widerspiegeln mag. Trotz seiner Kürze gliedert es sich in mehrere Tempoabschnitte, die überwiegend nahtlos ineinander übergehen.
Vor allem seine rhythmische Komplexität, wie sie häufig im Neoklassizismus anzutreffen ist, macht das Werk zu einem Virtuosenstück für diese Besetzung, wie es einem besonderen Festival angemessen ist. Der silbrig-perlende Klang schafft eine stellenweise bukolisch-idyllische Atmosphäre. Bisweilen kommt einem dabei der Beginn von Smetanas Moldau in den Sinn.
Martin Schmeck
Hinweis: Die Klangdateien sollen erfahrenen Musikern und Orchesterleitern dazu dienen, sich einen ersten Eindruck über Duktus und Stil einer Komposition zu verschaffen. Als Grundlage dienten synthetische Klangerzeuger, die nicht das Ziel verfolgen, audiophile Ansprüche eines Musikkonsumenten zu befriedigen.