Septett „Lachen und Weinen zu jeglicher Stunde“

(SW1006) (SW1007)

Das Septett „Lachen und Weinen zu jeglicher Stunde“ wurde 1980 begonnen und nach fünfjähriger Unterbrechung 1985 beendet. Der Untertitel weist hin auf das bekannte Schubertlied (D 777) nach der Textvorlage Rückerts, doch wird Schuberts Melodiebeginn lediglich im letzten Satz („Epilogo“) in verfremdeter Form zitiert. Vielmehr reflektiert dieser Titel eine berufliche und sehr persönliche Umbruchsituation, in welcher sich der Komponist des Septettes in dessen Entstehungsjahren befand.

Dies mag auch die formale Zerrissenheit des Stückes erklären. Dem bewegten perkussiv-pochenden schnelleren Abschnitt des 1. Satzes geht ein Adagio voraus, das großenteils gekennzeichnet ist von emphatisch an- und abschwingenden Melodiebögen. Der 2. Satz ist eine freie Variationsreihe über ein Thema aus Wagners „Tristan und Isolde“, die einstimmige Weise eines jungen Seemanns („Westwärts schweift der Blick“), welche z.T. ironisch-distanziert verarbeitet wird („I-soldatesca“, „Valse Tris -tan-esse“). Die Eindrücke einer Griechenlandreise 1980 werden im 3. Satz („Balcanesca“) musikalisch wiedergegeben. Der 4. Satz („Epilogo“), ein kurzes, von Trauer und Resignation durchzogenes Stück, beschließt das Septett.

Die Uraufführung fand statt am 23. September 2001 in der Reihe „Kammermusik im Foyer“ der (Neuen) Oper Frankfurt am Main. Ausführende waren Mitglieder des Frankfurter Museumsorchesters (Orchester der Oper Frankfurt).

 

This work is a very personal exploration of the emotions cheerful and sad, and it is made clear how close these two moods often are adjacent. In addition, the piece contains impressions of a trip to Greece by the composer.
The septet is a mixed woodwind string septet for flute, oboe, bassoon and string quartet, which actually provided Oboe - can also be performed on the Bb clarinet - in authorization of the composer.
Thematically in this finely structured and musically sophisticated, four-movement work, there are used, among others, the famous Schubert song "Lachen und Weinen zu jeglicher Stunde" (D 770) and the "Stimme eines jungen Seemanns" from Wagner's "Tristan und Isolde" are used. The latter is varied in the 2nd sentence four times skillfully in association of different musical styles. Multiple penetrated by highly dissonant passages culminates the otherwise rather moving music in a boisterous, allusive "Balcanesca", the rhythmic transports the listener especially over the Danube countries to Greece. Take yourself and your listeners on a musical journey full of variety and excitement that only so bursting with ideas.

 

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