Dunkle Duos

(SW1048)

Besetzung: Cello – Fagott; Dauer: 10 Min.

Duos für zwei tiefe oder auch „dunkle“ Instrumente gehören ohne Zweifel zu den Raritäten im kammermusikalischen Repertoire. Wenn es dann auch noch speziell um die Besetzung Violoncello und Fagott geht, gilt dies ganz besonders, dürfte doch selbst dem Kenner auf diesem Gebiet spontan vermutlich nur Mozarts eher selten gespielte B-Dur-Sonate KV 292 in den Sinn kommen. Mit Ridils „Dunklen Duos“ hat „der Klassiker“ im Repertoire jedenfalls ein modernes Schwesterwerk zur Seite.

Während bei Mozart die Fagottstimme in puncto Virtuosität gegenüber der eher einfach, fast nur wie eine stützende Generalbassstimme gesetzten Cellostimme eindeutig im Vordergrund steht, sind sich bei Ridil beide Stimmen im Grad ihrer Virtuosität völlig ebenbürtig. Hinter den vier einzelnen, jeweils mit einer programmatischen Überschrift versehenen Duos verbirgt sich bei genauerem Hinsehen ein einziges Werk in klassischer viersätziger Anlage. In diesem Falle umrahmen zwei schnelle Ecksätze einen langsamen Satz sowie ein Scherzo mit Trio. Ein elegischer, „vergrübelter“ Tonfall im zentralen langsamen Satz wird in Kontrast zu den vor allem rhythmisch raffinierten, tänzerischen Ecksätzen sowie zum atemberaubend dahinjagenden 3. Satz gestellt.

Bei Ridils „Dunklen Duos“ handelt es sich in jedem Fall um einen spielfreudigen, herrlich erfrischender Beitrag zum zeitgenössischen Duo-Repertoire.

Martin Schmeck

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